Lernen im Café. Foto: Pascal Höfig
Lernen im Café. Foto: Pascal Höfig

5 Lerntypen die jeder kennt

Es ist wieder so weit! Der schlimmste Albtraum eines jeden Aschaffenburger Studenten startet in Kürze. Ellenlange Tage voller Elend und Selbstmitleid neigen sich nun bald dem Ende zu. Tage, an denen man unter größter Anstrengung versucht hat, sich 600-seitige, hieroglyphenartigen Skripte zu Gemüte zu führen um schnellstmöglich zum Speicherungsvorgang im Langzeitgedächtnis überzugehen.

Tage, an denen man lieber die Wohnung komplett aufgeräumt, geputzt, umgeräumt, neu gestrichen oder grundsaniert hätte, als sich auch nur in die Nähe der Lernutensilien zu begeben. Genau diese Tage sind nun so gut wie vorbei, denn ab nächster Woche gilt es das eisern eingeprügelte Wissen aufs Papier zu bringen. Deshalb haben wir eine Liste der bekannten Lerntypen erstellt, in der sich jeder Aschaffenburger Student bestimmt wiederfinden wird.

Der „ab der ersten Stunde Lerner“

Das Semester beginnt und ein Großteil der Studenten denkt noch nichtmal im Entferntesten daran, nach der Vorlesung auch nur ein Buch oder eine Seite eines Skriptes in die Hand zu nehmen. Ganz im Gegenteil, Gedanken an die Lern- und Prüfungsphase werden gekonnt verdrängt und auf später verschoben.

Aber nicht alle Studenten ticken so. Ein kleiner eingeschweißter Teil ist hochmotiviert in jeder Vorlesung anwesend, notiert Wichtiges mit und macht sich förmlich ab dem ersten Tag in der Hochschule einen Plan, wie er den kommenden Stoff am besten bewältigt. Auch nach einem vollen Vorlesungsplan ist der Tag dann noch nicht beendet, nein, dann beginnt die Nachbereitung des behandelten Stoffs und die Vorbereitung auf die nächste Vorlesung. Dieses ambitionierte Lernverhalten spiegelt sich dann natürlich in den meisten Fällen in den Zensuren wieder.

Der „nachtaktive Lerner“

Für viele beginnt ein typischer Lerntag meist schon sehr früh, klar man möchte ja das Unmögliche möglich machen und an einem Tag einen riesigen Batzen an Lernstoff bewältigen. So aber nicht die nächste Gruppierung von Lerntypen. Diese werden erst zu Zeiten aktiv, in denen Manche schon wieder im Land der Träume verweilen.

Nachdem diese Lerntypen höchstwahrscheinlich etwas später in den Tag gestartet sind als der Rest der Bevölkerung, beginnt deren aktive Lernphase, wenn es draußen wieder dunkel wird und endet tief in der Nacht oder am frühen Morgen, wenn die ersten unter uns schon wieder aufstehen müssen.

Der „auf den letzten Drücker Lerner“

„Morgen starte ich mit dem Lernen, ganz sicher, keine Ausreden und Ausflüchte, ich starte Morgen“ – diesen Satz sollten die meisten Studenten nur zu gut kennen. Daraus wird dann natürlich leider nichts und man nimmt sich vor, am nächsten Tag ganz bestimmt zu starten. Das daraus auch leider nur ein Tag wird, an dem man einfach so furchtbar wichtige Sachen erledigen musste, konnte ja nun wirklich keiner wissen.

Das die nächsten Tage dann genauso unfassbar stressig und wichtig werden, kann man auch einfach nicht geahnt haben. Das geht dann so weiter, bis ein Blick auf den Kalender gewagt wird und mit Entsetzen festgestellt wird, dass die Prüfungen gefährlich nah gekommen sind. Ab da bricht die absolute Panikmache aus und von da an setzten sich diese Lerntypen jeden Tag an den Lernstoff und betreiben Schadensbegrenzung. In wenigen Tagen prügeln sie sich dann Stoff ein, für den sonst mehrere Wochen einkalkuliert worden wären. Alles nur, um doch nicht durch die Prüfung zu rasseln.

Der „gar nicht Lerner“

Lernen? „Neee, das ist eher nicht so mein Ding! Vielleicht schau ich mir mal das Skript an, aber auch wirklich nur, wenn ich gute Laune habe und motiviert bin“. Ja auch diesen Lerntyp soll es geben, wobei hier fast gar nicht mehr die Rede von einem „Lern“-typ sein dürfte, denn gelernt wird hier eher weniger, bis gar nicht.

Jetzt gibt es zwei Möglichkeiten, wie die Prüfungsphase dieser Lerntypen ausgehen wird. Entweder, sie machen wirklich nichts und dementsprechend fallen die Ergebnisse der Prüfung aus. Der andere Fall wäre dann der, dass diese Typen stets in der Vorlesung körperlich sowie geistig anwesend waren, den Stoff aufgesaugt haben um sich dann beim Durchlesen des Skriptes wieder daran zu erinnern und somit die Prüfung mit Bravour bestehen. Das wiederum ist so ziemlich der Traum eines jeden Studenten und eigentlich auch schon fast ein bisschen unfair.

Der „auf Lücke Lerner“

Unzählige Prüfungsfächer + zu jedem eine Prüfung = Lernpensum: Overload! Viel zu viel zu tun und natürlich viel zu wenig Zeit. Das ist wohl das Studentenproblem Nr.1. Entweder heißt es jetzt täglich lernen und durchpowern, bis der Stoff sitzt, aufgeben und eine Alternative zum Studium suchen oder einfach nur die Hälfte lernen und mit dem geringstmöglichen Einsatz den größtmöglichen Erfolg erzielen.

Das bedeutet im Klartext, das Wichtigste herausfiltern, Dinge die man nicht versteht und niemals verstehen wird, einfach weglassen und schon hat man ein Lernpensum, was man auch in wenigen Tagen bewältigen kann. Ob das jetzt immer die beste Möglichkeit zum „Gute Noten“ schreiben ist, sei mal dahingestellt. Eins steht jedoch fest, stressfreier ist diese Methode definitiv und mit einer ordentlichen Portion Glück wird auch genau das vorbereitete Themengebiet in der Klausur abgefragt.

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