So schauen die Pfandregale in Hamburg aus. Foto: Roland
So schauen die Pfandregale in Hamburg aus. Foto: Roland

Pfandringe an Mülleimern: Auch eine Idee für Aschaffenburg?

Flaschensammler unterstützen

Viele Pfandflaschen landen regelmäßig im Müll, was sozial schwache Menschen dazu bewegt, öffentliche Müllkörbe nach Pfandflaschen zu durchwühlen, um die Cent- und Eurobeträge bei deren Rückgabe zu sammeln. Dies ist nicht nur als eher unwürdige Einkommensverbesserung zu sehen, sondern auch gefährlich. Glasscherben oder ähnliches können sich in den Müllbehältern befinden und Verletzungen verursachen.

Nicht mehr im Dreck wühlen

Um dem Wühlen ein Ende zu setzen, gibt es in vielen Städten bereits Pfandring-Systeme. Das System sieht wie folgt aus: Wer eine leere Pfandflasche hat, wirft sie nicht in den Abfalleimer, sondern stellt sie in einen extra an den Eimer angebrachten Pfandring. Flaschensammler können diese daraufhin mitnehmen – ohne in Dreck und Scherben greifen zu müssen.

So schauen die Pfandregale in Hamburg aus. Foto: Roland

So schauen die Pfandregale in Hamburg aus. Foto: Roland

Die Pfandringe gibt es mittlerweile in zahlreichen deutschen Städten, beispielsweise in Bamberg oder Hamburg. Auch bei unseren Nachbarn in Würzburg war das Pfandring-System bereits im Gespräch. Die SPD-Stadtratsfraktion hat Anfang 2015 einen Antrag gestellt, was jedoch im Werkausschuss mit einer überwiegenden Mehrheit der Stadträte abgelehnt wurde.

Pro und Contra

Neben den Befürwortern von Pfandringen, welche die Menschen, die wenig haben unterstützen und ihnen das „würdelose Wühlen“ ersparen möchten, hört man auch kritische Stimmen. Hauptsächlich beziehen sich die Argumente der Pfandring-Gegner auf den Mehraufwand bei der Leerung und die Kosten für die Einführung, die laut FAZ 100 bis 200 Euro pro Eimer betragen. Zudem bestehe bei einigen die Vermutung, dass sich mit der Einführung der Pfandringe auch diejenigen „bereichern“, die es eigentlich nicht nötig hätten – man muss nicht mehr im Müll wühlen und die Ekelschwelle fällt weg. Wie sieht es also mit unserer Stadt aus – wären die Pfandring-Systeme eine Bereicherung für die Aschaffenburger Innenstadt?

- ANZEIGE -

Kommentare zum Artikel

Kommentare zum Artikel

AUCH INTERESSANT