Direktkandidaten aus Aschaffenburg. Collage: Pascal Höfig
Direktkandidaten aus Aschaffenburg. Collage: Pascal Höfig

Bundestagswahl: Das sind die Direktkandidaten aus Aschaffenburg

Das Jahr 2017 ist wieder ein Wahljahr, und zwar ein wichtiges. Am 24. September werden die Abgeordneten für den Bundestag gewählt. Die Direktkandidaten aus Aschaffenburg stellen wir Euch in aller Kürze vor:

Andrea Lindholz, CSU

Andrea Lindholz geht für die CSU als Direktkandidatin ins Rennen. Die 46-jährige Fachanwältin für Familienrecht ist seit 1998 Mitglied im CSU-Ortsverband Goldbach, vertritt seit 2013 die Menschen aus dem Bundeswahlkreis Aschaffenburg im Deutschen Bundestag und setzt sich in vielen Vereinen und Stiftungen ehrenamtlich ein. „Mein Anspruch ist es, den Menschen aus unserer Region eine starke Stimme in Berlin zu geben. Als Innenpolitikerin und Europapolitikerin konnte ich bereits wertvolle Erfahrungen in zentralen Politikbereichen sammeln und mir ein starkes Netzwerk aufbauen. Sicherheit, Wohlstand und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind für mich die Grundpfeiler guter Politik. Nur gemeinsam kommen wir weiter.“

Andrea Lindholz. Foto: Andrea Lindholz

Andrea Lindholz. Foto: Tobias Koch

Bernhard Schmitt, ÖDP

Direktkandidat der ÖDP für den Deutschen Bundestag ist Bernhard Schmitt. Neben seiner politischen Aktivität leitet der in Aschaffenburg geborene Dipl.-Kaufmann den Kirchenchor Maria Geburt. „Mensch vor Profit“ lautet u.a. seine Devise: „Der Dieselskandal hat gezeigt, wie Konzerne die Regierung dazu bringen, geltendes Recht zu brechen. Die ÖDP fordert, dass Wechsler zwischen Politik und Wirtschaft mindestens 3 Jahre pausieren müssen. Die Arbeit von Lobbyisten muss für den Bürger durch ein Lobbyregister sichtbar werden. Zudem müssen wir Spenden und Sponsoring von Firmen und Verbänden an Parteien verbieten. Die ÖDP ist die einzige Partei in Deutschland, die per Satzung auf Spenden und Sponsoring von Firmen und Verbänden verzichtet.“

Bernhard Schmitt. Foto: Bernhard Schmitt

Bernhard Schmitt. Foto: Dagmar Rickert

Alexander Mosca Spatz, SPD

Alexander Mosca Spatz ist Direktkandidat der SPD. Der 22-jährige studiert Volkswirtschaftslehre in Würzburg, weil er in diesem Fach die Möglichkeit sehe, die notwendigen Werkzeuge zur Verbesserung der Gesellschaft zu erlangen. Alexander Mosca Spatz wolle für eine Politik kämpfen, die sich einmischt und für diejenigen aufsteht, die ihre Stimme nicht selbst erheben können. „Ich stehe für eine Politik, die zusammenführen will, die die Spaltung des Landes überwinden und wieder Brücken bauen möchte zwischen jenen, denen es die letzten Jahre gut ging und jenen, die Verluste hinnehmen mussten“, schreibt er in seiner Vorstellung.

Alexander Mosca Spatz. Foto: SPD-Parteivorstand

Alexander Mosca Spatz. Foto: SPD-Parteivorstand

Karsten Klein, FDP

Karsten Klein, Dipl.-Kaufmann, ist als Direktkandidat für die FDP Aschaffenburg nominiert. Der 1977 geborene Aschaffenburger ist seit 19 Mitglied der FDP und setzt sich in verschiedenen Vereinen und Stiftungen ehrenamtlich ein. Seit 2015 ist Klein EU-Forschungsreferent. „Für die Region ist mir eine hervorragende Anbindung an das Rhein-Main-Gebiet wichtig, deshalb kämpfe ich für den Ausbau der B26. Auf Bundesebene werde ich mich dafür einsetzen, dass auch die Mittelschicht etwas von den enormen Steuermehreinnahmen zurückbekommt. Ich möchte den Solidaritätszuschlag abschaffen, damit die Menschen mehr Kaufkraft und die Unternehmen mehr Investitionsmittel haben.“

Karsten Klein. Foto: Karsten Klein

Karsten Klein. Fotoquelle: Karsten Klein

Georg Liebl, Die Linke

Für Die Linke ist Georg Liebl im Wahlkreis Aschaffenburg als Direktkandidat nominiert. Liebl kommt aus Leidersbach im Kreis Miltenberg, ist 1947 geboren und war Gewerkschaftssekretär. Seine Hauptthemen bringt er wie folgt auf den Punkt: „Ich bin für eine friedfertige und sozial gerechte Gesellschaft für alle, wozu auch kostenlose Bildung für Kinder, Schüler und Studierende gehört. Ich bin für ein soziales Europa, gegen Privilegien für Reiche und Konzerne und deshalb gegen TTIP, CETA und TiSA und gegen die Privatisierung von Autobahnen. Ich bin für gute Löhne und gute Renten wie in Österreich, z.B. für eine 70%ige Nettorente.“

Georg Liebl. Foto: Hubert Ziemlich

Georg Liebl. Foto: Hubert Ziemlich

Bendrick Arnold, MLPD

Im Wahlkreis Aschaffenburg tritt Bendrick Arnold für die MLPD bei der Bundestagswahl am 24. September als Direktkandidat an. Bendrick ist 1946 im damaligen West-Berlin geboren und vor 36 Jahren nach Aschaffenburg gezogen. Seit 1969 ist er politisch aktiv, zunächst in den Vorläuferorganisationen der MLPD, dann in der MLPD selbst. Seine Hauptthemen fasst Bendrick wie folgt zusammen: „Ich beziehe klar Stellung gegen den Rechtsruck der Regierung. Um wirklich etwas zu ändern, reicht aber alle vier Jahre eine Kreuz zu machen nicht aus. Dazu müssen sich Gewerkschafter, Umweltschützer, Antifaschisten usw. für ihre Interessen kämpferisch zusammenschließen. Das unterstütze ich aktiv und trete dabei für die Perspektive einer Gesellschaft ohne kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung ein.“

Bendrick Arnold. Foto: Bendrick Arnold

Bendrick Arnold. Foto: Bendrick Arnold

Andreas Kropp, AfD

Andreas Kropp ist AfD-Direktkandidat für den Wahlkreis Aschaffenburg. Kropp ist in Frankfurt geboren, hat fünf erwachsene Kinder und führt in Mömbris ein kleines Bauunternehmen. Der 58-Jährige ist ehemaliger Bundeswehrstabsoffizier der Reserve und war früher in der CDU politisch aktiv: „Themenschwerpunkte sind Familie, Sicherheit, Migration. Junge Familien berichten mir, sie würden gerne noch mehr Kinder haben, aber das geht nicht. Es mangelt an bezahlbarem Wohnraum und mehrere Kindertagesplätze sind erstens Mangelware und zweitens teuer. Dazu kommen unsichere befristete Beschäftigungsverhältnisse, die eine Zukunftsplanung erschweren oder man klagt über viel verlorene Zeit als Berufspendler. Bei diesen Zukunftsfragen will ich mich einbringen.“

Andreas Kropp. Foto: Kerstin Zinngraf, Brückner Foto & Art

Andreas Kropp. Foto: Kerstin Zinngraf, Brückner Foto & Art

 

Ralf Lembach, Parteilos

Als Einzelbewerber geht der 34-jährige Ralf Lembach ins Rennen. Seine Hauptanliegen, die ihn zur Kandidatur bewegten, fasst der Hausverwalter aus Laufach-Hain in drei Sätzen zusammen: „Unsere Demokratie kann mehr erreichen. Mit kollektiver Intelligenz und im Konsens gemeinsam die Zukunft gestalten. Für eine moderne bürgerliche Demokratie mit echter gesellschaftlicher Mitbestimmung.“

Ralf Lembach. Foto: Ralf Lembach

Ralf Lembach. Foto: Ralf Lembach

 

Niklas Wagener, Bündnis 90/Die Grünen

Niklas Wagener ist nicht nur als Sprecher der Grünen Jugend Unterfranken tätig und wurde in den Landesvorstand der Grünen Jugend Bayern gewählt, sondern ist auch bei Bündnis 90/Die Grünen sehr aktiv und will sich jetzt auch als Bundestagskandidat beweisen. Er brennt für seine Themen, die er wie folgt zusammenfasst:“Ändern wir die Welt, bevor es andere tun! Für Politik von heute braucht es engagierte, junge Grüne Menschen im Bundestag, die das Morgen schon mitdenken. Ich stehe für einen fairen Welthandel, der konsequent ökologisch, regional und fair produziert, und für einen echten Klimaschutz durch den Ausstieg aus der Kohle und aus der Massentierhaltung. Wir brauchen die Agrarwende für Tierwohl, Gesundheit und Umweltschutz mit dem Ergebnis: 100% Bio!“

Niklas Wagener. Foto: Till Benzin

Niklas Wagener. Foto: Till Benzin

 

 

Von dem Kandidat Tim Leder (Parteilos) wurde unserer Redaktion leider trotz Anfrage kein Statement, bzw. Foto zur Verfügung gestellt. Daher kann der Direktkandidat leider nicht näher vorgestellt werden.

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