Anrufer. Foto: Pascal Höfig
Anrufer. Foto: Pascal Höfig

Falscher Microsoft-Mitarbeiter am Telefon: Polizei warnt vor Betrugsmasche

Am Dienstag hat sich ein Betrüger am Telefon als angeblicher Microsoftmitarbeiter ausgegeben und einen Aschaffenburger Computerbesitzer um knapp 500 Euro betrogen. Die Polizei warnt vor den in der Regel Englisch sprechenden Telefonbetrügern.

Problemlösung durch „Fernwartung“

Ganze zwei Stunden telefonierte der 61-Jährige am Dienstagnachmittag mit dem angeblichen Mitarbeiter von Microsoft. Dieser hatte dem Computerbesitzer vorgegaukelt, dass sein PC mit Viren verseucht sei. Kurzerhand bot der Betrüger dem Mann an, dass er für eine Gebühr von 99 Euro per Fernwartung das Problem beheben kann, wenn ihm der 61-Jährige Zugriff auf sein System gewährt. Der Täter verhielt sich dabei so geschickt, dass er seinen Gesprächspartner tatsächlich davon überzeugen konnte.

Letztlich stellte sich heraus, dass der Computer kein Problem hatte, sondern der Täter die Situation ausnutzte und eine Überweisung von knapp 500 Euro auf sein eigenes Konto veranlasste.

Tipps der Polizei

Bei der seit einigen Jahren bekannten Masche versuchen angebliche „Microsoft-Mitarbeiter“ durch eine geschickte Gesprächsführung ihre Opfer zum Starten des Fernzugriffs auf dem PC zu bewegen.

In einer sich am Bildschirm öffnenden Eingabemaske werden die Bediener dann in der Regel aufgefordert, ihre Kreditkartendaten einzugeben, um so ein Schutzprogramm zu erwerben bzw. die Gebühr für die Behebung des Problems zu bezahlen.

Das Polizeipräsidium Unterfranken nimmt den Vorfall zum Anlass, erneut auf die Betrugsmasche angeblicher Microsoft-Mitarbeiter hinzuweisen und rät:

  • Lassen Sie sich nicht auf unaufgeforderte Gespräche mit solchen Anrufern ein
  • Microsoft ruft i.d.R. keine Kunden an, um auf Fehlermeldungen hinzuweisen
  • Geben Sie weder telefonisch, noch während eines Fremdzugriffs am Computer persönliche Bankdaten oder Kreditkartendaten in Masken ein
  • Fremdzugriffe auf Ihre Computer sollten Sie nur vertrauenswürdigen Personen gewähren, die Sie selbst beauftragen
  • Kontaktieren Sie im Zweifelsfall die Polizei
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