Das Schloss Johannisburg. Foto: Pascal Höfig
Das Schloss Johannisburg. Foto: Pascal Höfig

Dinge, die man in Aschaffenburg nicht gemacht haben muss

Aschaffenburg hat schon verdammt viel zu bieten. Eine tolle Flora und Fauna, eine sehr schöne Innenstadt, eine schnuckelige Altstadt und vieles mehr. Man kann hier gemütlich chillen, so richtig schlemmen, sich sportlich austoben und und und…. Eine Bucket-Liste toller Dinge, die man in Aschaffenburg machen kann ist wohl endlos lang. Aber manches muss man auch einfach nicht tun.

In den Main springen

Vom Ufer, ja, von der Willigis- oder Ebertbrücke, lieber nicht. Es gab Zeiten, da sah man im Sommer ständig waghalsige Tunichtgute, die den Sprung von der Willigisbrücke ins kühle Mainwasser wagten. Um dem Publikum auf der Mainwiese zu imponieren, als Mutprobe oder einfach aus der Laune heraus. Es ist auf jeden Fall keine gute Idee, aus großer Höhe in ein Gewässer zu springen von dem man nicht weiß, wie tief es ist.

Im Schlappeseppel Faust-Bier trinken

Für viele ein Affront, aber dann machen sie es heimlich doch. Seit mehreren Jahren wird in der Aschaffenburger Kult-Wirtschaft „Schlappeseppel“ kurioserweise das gleichnamige Bier nicht mehr ausgeschenkt. Der alteingesessene Aschaffenburger regt sich bis heute noch gerne darüber auf und schimpft auf das Bier aus der Fremde. Der Kult-Qualität der Lokalität tut dies aber keinen Abbruch. Das Essen schmeckt nach wie vor sehr lecker und ist verhältnismäßig günstig. Die beinharten Aschaffenburger müssen dort ja nicht unbedingt ein Bier trinken, wenn sie schon so gerne darauf schimpfen.

Freitagnacht alleine durchs Schöntal laufen

Ganz schön gefährlich. Mit seinen versteckten Winkeln und vielen Gebüschen ist das schöne Schöntal leider ein Ort, der für manche dubiose Angelegenheit gut ist. Benutzte Spritzen am Wegesrand und dunkel gekleidete Personen, die erst im zwielichtigen Licht gegen Abend in der Anlage erscheinen. Der Mitternachtsflair des kleinen Parks spricht für sich.

Joggen in der Herstallstraße

Das will doch keiner sehen. Passanten wollen in der Herstallstraße entspannt flanieren und nicht durch dein heftiges angestrengtes Keuchen ein schlechtes Gewissen bekommen, weil sie schon wieder zu wenig Sport gemacht haben. Als Jogger hat man es zu Geschäftszeiten sowieso schwierig, sich im Zickzack durch die Fussgänger zu wuseln. Das macht doch keinen Spaß.

Von anderen Städten schwärmen

Aschaffenburg ist mindestens genauso schön. Es ist ja richtig cool, dass ihr euch vielleicht als Zugezogene oder Gäste dazu entschieden habt, nach Aschaffenburg zu kommen. Aber ein bisschen ist es schon unhöflich, wenn man in der Gegenwart waschechter Aschaffenburger andere Städte himmelhoch lobt. Am besten im gleichen Atemzug einfach noch dazu erwähnen, dass Aschaffenburg wunderschön ist. Dann hat man euch auch gleich wieder lieb.

Sich über andere Dialekte lustig machen

Sich selber an die eigene Nase fassen. Ja die Ascheberscher und ihrn Dialekt. In Aschaffenburg nehmen wir es unter Gleichgesinnten vielleicht gar nicht mehr wahr, aber sie ist da, die Mundart. Man sollte sich jedoch davor hüten, die Schönheit unseres Dialektes über andere Dialekte zu stellen. Nicht jedem gefällt die Ascheberscherische Konvertierung der „er’s“ zu „ä’s“ und „ch’s“ zu „sch’s“. Vor allem gehört der Dialekt nicht einmal wirklich uns. Wir sprechen eigentlich „Mänzerisch“, wenn man es gaaaanz genau nehmen will. Dafür ist in der Vergangenheit das Erzbistum Mainz verantwortlich.

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