Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig
Festung Marienberg. Foto: Pascal Höfig

Tour durch unsere schöne Nachbarschaft: Würzburg

Als Aschaffenburger eine Tour durch Würzburg? – Alles andere als langweilig! Würzburg hat viele schöne Ecken und Plätze zu bieten, vielleicht sogar genauso viele, wie Aschaffenburg. Einfach mal auf Entdeckungstour gehen. Wir haben einige tolle Stops zusammengestellt, damit der Ausflug in unsere Nachbarschaft unvergesslich wird. Wie immer gilt natürlich, dies ist unsere Auswahl und wenn ihr andere tolle oder sogar bessere Plätze kennt, die Würzburg-Besucher unbedingt gesehen haben müssen, dann gerne her damit!

Festung und Käppele

Ja, die Festung sollte jeder Würzburg-Besucher wohl mal gesehen haben. Von der Stadt aus kann man wunderbar hochlaufen, für alle Geh-Faulen gibt es aber natürlich auch den Verkehrsweg. Oben angekommen, kann man eine Führung mitmachen oder das Gelände auf eigene Faust erkunden. Lohnen tut auf jeden Fall ein Blick in den Bergfried und in den Fürstengarten, nicht nur weil dies wohl eine der besten Aussichten auf die Stadt ist. Einmal rund um die Festungsmauer herum und vielleicht noch den Japanischen Garten mitnehmen, eine Station wäre damit schonmal abgehakt. Alternativ oder noch obendrauf ist auch das Käppele den Aufstieg wert, die Sicht auf Festung und Stadt ist atemberaubend!

Residenz

Auch die Residenz muss sein! Eine Führung lohnt sich, allein Tiepolos Deckenfresko ist den Besuch wert. Auch wenn man als Würzburger schon einmal eine Führung mitgemacht hat, wird man wieder von der geschichtsträchtigen Stätte überrascht sein. Im Anschluss ist auch im Winter ein kleiner Spaziergang durch den Hofgarten zu empfehlen, der zu jeder Jahreszeit einfach entzückend ist. Bei der Haltestelle vor der Residenz fährt übrigens auch der City Train los, eine kleine Bimmelbahn, die einem bequem die Sehenswürdigkeiten der Innenstadt näher bringt und viele Infos bekommt Ihr auch noch – Ihr wusstet doch, dass es in der Stadt Würzburg 60 Kirchen gibt und die höchste die Neubaukirche ist, oder?

Die Residenz in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Die Residenz in Würzburg. Foto: Pascal Höfig

Innenstadt

Der Dom, die Marienkapelle, das Falkenhaus, die Neubaukirche, der Mainkai, die Alte Mainbrücke – die Sehenswürdigkeiten in der Würzburger Innenstadt bilden eine scheinbar endlos lange Liste. Gut so, denn so könnt Ihr diese in kürzester Zeit besichtigen. Ein Tipp, geht doch mit Eurem Besuch in den Gedenkraum zum 16. März beim Grafeneckart. Da kommt richtige Gänsehaut auf, wenn man ein Modell der Stadt direkt nach dem Krieg sieht und was dieser eigentlich für Auswirkungen für die Stadt hatte. Wer eine Stadtführung machen möchte, der ist beim Nachtwächter ganz gut aufgehoben.

Steinburg und Weinberge

Nächtigen auf der Steinburg ist natürlich was Besonders, aber ein kurzer Ausflug und eine Kaffeepause zwischen den Weinbergen hat auch was. Hoch kommt man, am besten mit dem Auto, von zwei Seiten. Einmal über Grombühl und die Uniklinik und einmal über Unterdürrbach. Obwohl sich die Wege schlängeln, hat man das Gefühl, man wäre total weit weg von der Stadt und plötzlich kommt man mitten in den Weinbergen an. Dort oben hat man eine der besten Aussichten auf die ganze Stadt, samt Festung. Eine kleine Wanderung durch die Weinberge tut Körper und Seele gut, ein Kaffee und ein leckerer Kuchen ebenso.

Rokokogarten in Veitshöchheim

Ja, es stimmt, im Winter, verliert der Rokokogarten in Veitshöchheim, der zu den schönsten Deutschlands gehört, ein bisschen von seinem Charme. Einen Besuch ist er trotzdem wert und wenn auch erst im nächsten Frühling. Hin kommt man entweder mit dem Auto über die B27 oder in den Sommermonaten mit dem Ausflugsschiff. Die Fahrt am Main entlang, die etwa 45 Minuten pro Strecke dauert, wäre eigentlich schon fast einen Punkt an sich wert – aber momentan haben wir ja Winter.

Der kleine Ort Veitshöchheim mit den verwinkelten Gassen ist bei Schnee besonders malerisch. Im Rokokogarten selbst gibt’s viel zu sehen: Teiche, kleine Sitzgelegenheiten, Engelsstatuen und das Muschelhaus. Dieses ist total beeindruckend, da wirklich und völlig aus kleinen Muscheln gebaut. Um noch einmal kurz auf die wärmeren Jahreszeiten zurückzukommen: Zum Flanieren durch den Garten schmeckt besonders gut eine Wundertüte vom Eis Stephan – schmeckt aber auch im Winter!

Das fränkische Essen

Egal ob Alter Kranen, Ratskeller, Backöfele und so weiter – Besuch, der nicht aus Franken kommt, sollte mindestens einmal richtig fränkisch essen gehen. Die fränkische Küche ist für ihre deftigen Spezialitäten bekannt. Probiert auf jeden Fall mal den fränkischen Sauerbraten, Stadtwurst mit Musik oder die Blauen Zipfel. Für alle, die es eilig haben: Die beliebten LKW’s mit ABS (Leberkäsweck mit a bissle Senf) gibt es bei fast jedem Bäcker und schmecken super lecker!

Schwarzlichtfabrik

Wer keine Lust auf “öde” Bauwerke hat oder nach dem guten Essen eine Verdauungshilfe sucht, ist in der Schwarzlichtfabrik in der Posthalle genau richtig. Hier erwartet euch Spannung, Spiel und Spaß. Freut euch beim 3D Minigolf auf verrückte Hindernisse in Kombination mit optischen Sinnestäuschungen unter Schwarzlicht. Ihr könnt auch im Kreativraum selbst zum Künstler werden, Pit-Pat (Tischminigolf) spielen oder knifflige Rätsel im Rätselkabinett lösen. Besonders witzig ist auch Pool-Ball, bei dem ihr selbst zum Queue werdet und in Teams gegeneinander spielt.

Kulturspeicher Würzburg

Wie wäre es auf der Tour mit etwas Bildung? Im Museum des Kulturspeichers bekommt ihr diese auf jeden Fall. Über 900 Mitglieder zählt der Freundeskreis Kulturspeicher Würzburg. Im Museum gibt es zwei Dauerausstellungen, zum einen die “Städtische Sammlung mit dem Nachlass Emy Roeder” und die “Konkrete Kunst in Europa seit 1945”. Oder ihr lasst euch von den Wechselausstellungen überraschen.

Röntgen-Gedächtnisstätte

Viele wurden wahrscheinlich schon mit Hilfe der Röntgenstrahlen untersucht. Diese sensationellen Strahlen entdeckte Prof.Dr. Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg. Auf einem Rundgang der Röntgen-Gedächtnisstätte fühlt ihr euch in das 19. Jahrhundert zurück versetzt und erfahrt einiges über die Person Röntgen und sein Wirken.

Bar-Hopping

Lasst den aufregenden Tag doch gemütlich ausklingen. Würzburg bieten dazu zahlreiche Möglichkeiten. Im Shooters bestellt ihr einen Shot, bei dem ihr nicht ahnt was drin ist. Ob Mercedes, Rosa Glitzerpony oder Minion – lasst euch einfach überraschen. Wer auf Cocktails steht ist im Escalera, Enchilada und im Habaneros genau richtig. Wenn ihr aber in den Genuss des fränkischen Biers kommen wollt, seid ihr in einer der vielen Kneipen wie dem Sternbäck an der richtigen Adresse.

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