Symbolbild Halloween. Foto: Pascal Höfig
Symbolbild Halloween. Foto: Pascal Höfig

Halloween – Kommerzieller Horror?

Ähnlich wie zu Muttertag, Valentinstag oder Weihnachten wird zu Halloween kräftig konsumiert. Über Deko und Kostüme bis hin zu Süßigkeiten ist im Oktober in den Aschaffenburger Läden alles auf den gruseligsten Tag im Jahr abgestimmt. Dabei steckt hinter dem Fest in Deutschland wahrscheinlich unter anderem eines: der Kommerz.

US-Import lässt Kassen klingeln

Seinen Ursprung hat „All Hallows‘ Eve“ in Irland, und wurde zuerst in die USA importiert. In den 90ern kam der Trend dann auch nach Deutschland. Wegen des zweiten Golfkrieges fiel die Karnevalssaison 1991 aus, was zur Folge hatte, dass die Einnahmen der Geschäfte ausblieben und es Kostüme im Überfluss gab. Um dieses Problem zu lösen und die Kassen der Geschäfte wieder klingeln zu lassen, wurde eine Möglichkeit gesucht, das Ganze wieder auszugleichen. Halloween war hier ein willkommener Ersatz.

Mittlerweile findet man in den Aschaffenburger Läden nicht nur Verkleidungen, sondern auch reichlich Deko und Süßigkeiten, die nicht nur an die von Tür zu Tür ziehenden Kinder gehen, sondern auch bei den beliebten Halloweenpartys zum Einsatz kommen.

Durchschnittlich 24,91€ für ein Kinderkostüm

Angefangen von den Kostümen geben die Eltern gerne mal ein bisschen Geld aus, um ihre Kleinen so eindrucksvoll wie möglich zu verkleiden. 2016 gab man hierfür in Deutschland etwa 24,91€ aus, und das pro Kind.

Accessoires für Halloween

Und die müssen süßigkeitentechnisch auch noch gut versorgt werden, wenn sie von Tür zu Tür gehen und „Süßes oder Saures!“ einfordern. Bonbons, Schokolade und Co. schlagen nochmal mit durchschnittlich 14,42€ pro Haushalt zu Buche. Das ist den Meisten die glücklichen Kindergesichter wert und so beteiligen sie sich gerne an der Tradition, zusammen mit der ganzen Nachbarschaft.

Halloween an allen Ecken

Halloween bezieht nicht nur Kinder ein: Erwachsene geben sich große Mühe, die Kleinen in der Nachbarschaft mit Süßkram zu versorgen und wer zu groß zum um die Häuser ziehen ist, geht auf eine der zahlreichen Halloweenpartys in Aschaffenburgwo dann Süßigkeiten durch Drinks ersetzt werden. Auch andere Branchen machen mit: Freizeitparks bieten passend zum Fest gruselige Events an, im Fernsehen laufen am Abend Horrorfilme oder Harry Potter und sogar der beliebte Streamingdienst Netflix erstrahlt im Horrordesign.

Gesamtumsatz von 200 Millionen Euro

Der Gesamtumsatz beträgt jährlich in Deutschland schätzungsweise 200 Millionen Euro, wovon 42 Millionen alleine für Kostüme, Make-up und Accessoires ausgegeben werden. Der Rest fließt in Events und Dekoration. Ein profitables Geschäft ist Halloween damit allemal.

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