Symbolfoto Soziale Medien: Pascal Höfig
Symbolfoto Soziale Medien: Pascal Höfig

„Sexting und Sextortion“ – Erpressung durch Internetbekanntschaft

KLEINOSTHEIM, LKR. ASCHAFFENBURG. In der Nacht zu Mittwoch bereitete eine Unbekannte geschickt und gezielt die Erpressung eines Mannes aus dem Landkreis Aschaffenburg vor. Die Täterin konnte letztlich kein Geld erbeuten. Die Polizei übernahm die weiteren Ermittlungen und warnt vor der Masche, die unterfrankenweit die Kriminalpolizeiinspektionen beschäftigt.

Über Videochat erpresst

Im beschriebenen Fall suchte die Täterin über Facebook Kontakt mit dem Geschädigten. Daraufhin entwickelte sich ein Videochat, der schließlich dazu führte, dass der 37-Jährige vor der Web-Cam onanierte. Nach einiger Zeit wurde der Mann dann angeschrieben und zu einer Zahlung von 5.000 Euro aufgefordert. Ansonsten würde das bei dem Chat aufgezeichnete Video von den sexuellen Handlungen an die gesamte Facebook-Freundesliste des Opfers verschickt werden.

An Polizei gewendet

Anstatt zu zahlen erstattete der Facebook-User Anzeige bei der Polizei. Die Kripo Aschaffenburg mahnt hier zur besonderen Vorsicht im Zusammenhang mit der Preisgabe intimer Fotos oder sexueller Handlungen vor Web-Cams. Schließlich ist in der Regel nicht sicher, mit wem man es zu tun hat. Sollte ein Opfer erpresst werden, rät die Polizei, nicht darauf einzugehen und Anzeige bei der Polizei zu erstatten.

Info „Sexting“, Sextortion

Als „Sexting“ wird das Schreiben und Versenden von sexuell eindeutigen Nachrichten (z.B. Text, Bilder und Videos) vor allem über Messenger Dienste bezeichnet. Täter nutzen „Sexting“ auch als Masche, um ihre Opfer mit der Drohung der Veröffentlichung von Intimfotos oder Videos zu erpressen.

Der Begriff „Sextortion“ setzt sich aus den englischen Wörtern Sex und Extortion – Erpressung – zusammen. Die Betrüger bringen ihre Opfer dazu, sich vor der Webcam auszuziehen und sexuelle Handlungen an sich selbst vorzunehmen. Anschließend erpressen sie ihre gutgläubigen Chatpartner mit Videoaufzeichnungen.

Weitere Informationen finden Sie hier:

https://www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/scamming/romance-scamming/

https://www.polizei-beratung.de/opferinformationen/cybercrime/

 

Dieser Artikel beruht auf einer Pressemitteilung des Polizeipräsidium Unterfranken.

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