Dab, Jugendtrends, Tanz, Bewegung
So sieht der Dab aus. Foto: Pascal Höfig

Aktuelle Jugendtrends in Aschaffenburg

Für die Trends der Jugend haben die Älteren oft nur ein Kopfschütteln und große Fragezeichen übrig. Kaum hat man die Schule verlassen, kommen einem die meisten Aktionen, Wörter und Bewegungen eher Spanisch vor. Damit man aber trotzdem Up-to-date bleibt, hier eine Übersicht über die Trendphänomene der Aschaffenburger Jugend.

Bluetooth – Lautsprecher

Gefühlt jeder unter 18 besitzt das Ding und setzt es auch regelmäßig ein: der Bluetooth-Lautsprecher. Das beliebte Medium zum Abspielen von Musik ist gerade super hip, und das besonders bei jungen Leuten, die ihre klassischen Kopfhörer gleich komplett durch den Lautsprecher ersetzen. Damit gelten sie bei ihren Kumpels als der King – den anderen Leuten gehen sie damit eher auf die Nerven.

Besonders nach Schulschluss um 13 Uhr verdichtet sich die Lautsprechergemeinde in der Aschaffenburger Innenstadt. Auch an Wochenendabenden ist die Bluetooth-Box häufiger Begleiter im Bus, wobei hier noch zusätzlich so laut mitgegrölt wird, dass die Box doch glatt übertönt wird.

Beim kauf einer Bluetooth-Box gilt übrigens: je teurer und größer sie ist, desto größer ist der Respekt der Freunde.

Foto: Pascal Höfig

Bluetooth Lautsprecher. Foto: Pascal Höfig

Der Dab

„Der Dab ist eine Tanzfigur, bei der der Kopf des Tänzers nach unten sinkt und gleichzeitig ein Arm hochgehoben wird. Dabei wird der Ellenbogen des anderen Arms in einer Haltung eingenommen, als ob man in die Armbeuge niesen würde.“ – so die offizielle Definition.

In Aschaffenburg sieht man diese Bewegung bei jungen Leuten sehr häufig, und gleichzeitig auch verwirrte Gesichter der anderen, denn häufig ist nicht klar, wieso denn „gedabbt“ wird. Ursprünglich war der Dab eine Tanzfigur in der Hip-Hop-Szene, heute dabbt man, wenn einem was gutes Wiederfahren ist oder man Erfolg bei etwas hatte.

Gründe fürs Dabben gibt es viele, so wird also gedabbt, wenn man eine gute Note in der letzten Matheschulaufgabe hatte, man im Sale noch seine Traumnikes abbekommen hat oder man ein Bewerbungsgespräch für eine Ausbildungsstelle gerockt hat.

Fun-Fact: In Saudi-Arabien ist der Dab verboten, da es auf Marihuana und andere illegale Substanzen anspielt. „Dabbing“ wird nämlich auch ein Prozess, Cannabis zu konsumieren, genannt.

Foto: Pascal Höfig

So sieht der Dab aus. Foto: Pascal Höfig

The Floss-Dance

Wer sich mal gefragt hat, was das eigentlich immer für ein Tanz ist, den sich so manche Schüler angeeignet haben, bekommt jetzt die Antwort: mit großer Wahrscheinlichkeit ist es der Floss-Dance (zu Deutsch: Zahnseiden-Tanz). Hierbei wird die Hüfte hin und her geschoben und gleichzeitig die durchgestreckten Arme mit geballten Fäusten in entgegengesetzter Richtung links und rechts hinter den Körper geschwungen.

Klingt schwierig? Das ist es auch. Noch dazu, weil man dabei immer schneller werden sollte. Nicht dabei zu vergessen der starre, ausdruckslose Blick nach vorne. Kindern fällt der Tanz übrigens leichter, da sie gelenkiger sind.

Der Tanz stammt übrigens aus dem beliebten Videospiel „Fortnite“ und kommt hier als Schadenfreuden – Tanz vor. Auch wenn er nicht so aussieht, auch bei unseren jungen Aschaffenburgern soll das einen Freudentanz darstellen.

Daraus hat sich eine richtige Youtube-Challenge entwickelt!

 

Tik-Tok

Sieht man sich im Internet ein bisschen um, fällt einem bei Insta & Co. vor allem eins bei den Teens auf: quasi jeder postet „Tik-Tok“ Videos. Doch was ist das genau? Manchen mag der frühere Name musical.ly vielleicht bekannt sein: hierbei handelt es sich um eine App, mit der kurze Filmchen gedreht werden und in einer Art sozialem Netzwerk gepostet werden. Kurze, nur ein paar Sekunden lange Filme, werden mit Musik überlagert – die Lippen bewegen sich dabei oft synchron zum Gesungenen. Spezialeffekte und Filter machen das Ganze zu einer kreativen Aufgabe, dessen Ergebnis gerne öffentlich geteilt wird. Auch Aschaffenburgs Jugend bleibt vor diesem viralen Trend nicht verschont und macht kräftig mit.

Eigensinnige Sprache

Chillen mit dem Besti, Appler und Gymkie, sheeeesh! Die Jugendsprache findet immer wieder neue Wörter – da kommt man eigentlich schon nicht mehr mit. Am 16. November wird auch wieder das Jugendwort des Jahres gewählt.

Vorschläge zum Jugendwort des Jahres 2018

Das Voting dafür läuft aktuell noch!

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